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Lookism: Es kommt darauf an, wie die Menschen aussehen - oder doch nicht ? !

Der Begriff Lookism steht für die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Aussehens. Das kann wegen einer sichtbaren Tätowierung oder eines Piercings sein, wegen der Wahl des Kleidungsstils, des Haarschnitts oder der Haarfarbe, und aufgrund anderen äußeren Faktoren, die unser individuelles Aussehen ausmachen. Durch Homeoffice und eine allgemein lockereren Einstellung zum Dresscode ist dieses Problem zwar weniger geworden, aber es ist immer noch da, und es ist immer noch schädlich.

Es wäre gelogen zu behaupten, dass Lookism ein neuer Trend und erst jetzt Thema im Berufsleben ist. Vielleicht gab es andere Bezeichnungen dafür oder vielleicht haben in der Vergangenheit einfach mehr Menschen diese Form von Vorurteilen akzeptiert oder nicht weiter drüber nachgedacht, aber es hat sie schon immer gegeben.

Werfen wir mal einen genaueren Blick auf Lookism.

Zunächst einmal hängt viel von der Branche ab, in der man arbeitet. Einige Branchen wie der Sciences, Medizin oder Finance Sektor sind möglicherweise weniger tolerant gegenüber Menschen, die in Bezug auf ihr Äußeres nicht in das traditionelle Schema passen. In der Technik-, Kreativ- und Kunstbranche hingegen kann der Blickwinkel wiederum entspannter sein und hat seine eigenen bewussten (und unbewussten) Richtlinien. Einige in diesen Branchen, z. B. Programmierer, Entwickler, Kreative, Werbetexter und Content-Manager, sagen sogar, dass ihr äußerer Stil ihnen hilft, in ihrer Rolle kreativer zu sein und ein anderes Auftreten auch teils erwartet wird.

Auch die kulturelle Einstellung zu Dingen wie Tätowierungen, die in den letzten Jahren sehr viel populärer geworden sind, hat sich verändert. Zwar gibt es nach wie vor Unterschiede zwischen den Generationen - einige ältere Menschen empfinden Piercings, grell gefärbtes Haar und sichtbare Tätowierungen als provokativ -, doch letztlich hat Ihr äußeres Erscheinungsbild in den meisten Funktionen kaum Auswirkungen auf Ihre Arbeitsweise. Dennoch können Dingen wie Piercings oder langen Haare möglicherweise zu einem unterschiedlichen Verhalten und einer falschen Erwartungshaltung führen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Zusammenhang mit Lookism ist Gleichberechtigung und Integration. Unternehmen wollen eine Kultur schaffen, in der die Ansichten aller vertreten sind, und die Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Aussehens macht es unmöglich, eine vollständig integrative Kultur zu schaffen.

Hast du dich schonmal gefragt, wonach du Menschen bei der Arbeit beurteilst?

Hast du klare und einfache Kriterien - KPIs, Benchmarks usw.? Qualifikationen und kulturelle Eignung? Oder beurteilst du jemanden (bewusst oder unbewusst) allein aufgrund seines Aussehens? Bedeuten blaue Haare und Piercings für dich, dass diese Person kein professioneller Projekt Manager sein kann, kein gutes Fachwissen zu Geldanlagen vorweisen oder vielleicht keine leitende Funktion in einem Pharmaunternehmen übernehmen kann?

Die traditionelle Anzug- und Krawattenkultur verschwindet weltweit und mit ihr hoffentlich auch einige der Vorurteile, die wir darüber haben, wie man sich am Arbeitsplatz präsentieren sollte. Denn warum sollte das Aussehen und der Look Menschen oder Organisationen davon abhalten, Großes zu leisten?

Suchst du einen Job, der nicht auf Äußerlichkeiten achtet? Dann schau hier vorbei.