Motivationsschreiben in Minuten

Motivationsschreiben in Minuten

Oft werde ich als Recruiter gefragt, was man beachten muss, um ein überzeugendes Motivationsschreiben zu verfassen. Bewirbt man sich auf eine Stelle, ist genau das meistens der zentrale Zeitfresser. Im Folgenden stelle ich meine Praxistipps vor, mit denen man in Minuten ein schlüssiges Motivationsschreiben verfasst.

 

Das Motivationsschreiben als „Visitenkarte“ nutzen!

Warum überhaupt der ganze Aufwand, wenn doch eigentlich alles Wesentliche im Lebenslauf selbst steht? Ein Motivationsschreiben ist DIE Chance für Sie dem Unternehmen einen Eindruck Ihrer Persönlichkeit, Expertise und Ziele zu vermitteln, noch bevor es überhaupt zu einem Interview gekommen ist. Mit einer DinA4-Seite hat man also schon den ersten Schritt ins Unternehmen gemacht. Nutzen Sie das Motivationsschreiben, um in Hinblick auf die Jobbeschreibung Ihre dazu passenden Erfahrungen deutlich zu machen. Legen Sie dar, was Sie an der Rolle reizt und welche Qualifikationen Sie dafür mitbringen. So kann das Unternehmen besser Ihren Lebenslauf einordnen und verstehen, inwiefern Sie auf die Stelle passen.

In der Kürze liegt die Würze

Es mag kontraintuitiv klingen, aber machen Sie beim Motivationsschreiben kurzen Prozess: Bringen Sie Ihre Argumente für Ihr Profil in Position, in dem Sie sich klarwerden, in welchen Punkten und in welchem Umfang Sie die gesuchte Expertise mitbringen. Dies gilt nicht nur für das reine Anforderungs- sondern auch für das Unternehmensprofil. Fragen Sie sich, wie Sie von Ihrer Persönlichkeit zur Firmenkultur passen könnten. Um dafür ein Gefühl zu bekommen, schauen Sie sich den Web-Auftritt und Social Media-Kanäle an. Dann nennen Sie ohne Umschweife in knappen Sätzen, welche Argumente für Ihr Profil sprechen. Je klarer und kürzer Sie formulieren, desto schneller kann sich der Recruiter auf Unternehmensseite einen Eindruck verschaffen, ob Sie zur Aufgabe passen. Weniger ist häufig mehr!

In Minuten zum Motivationsschreiben

Wenn Sie sich gleichzeitig bei mehreren Unternehmen bewerben, empfehle ich Ihnen, das Bausteinprinzip zu nutzen. Es wird Ihnen Zeit und Nerven ersparen. Erstellen Sie sich ein Anschreiben, quasi als Argumentations-Steinbruch, aus dem Sie sich unterschiedliche Blöcke, passend zur Rolle, herauskopieren. So müssen Sie bei einem neuen Anschreiben nicht wieder bei null anfangen und können ein Motivationsschreiben dennoch auf die Stelle zugeschnitten und zeiteffizient auf den Weg bringen. Vermeiden Sie dabei jedoch Phrasen, die nicht wirklich zur Stelle passen, sondern wählen Sie ehrlich aus, welche der vorhandenen Bausteine sinnvoll sind. Je besser Sie es schaffen Ihr Motivationsschreiben auf die Stelle und das Unternehmen hin zu individualisieren, desto mehr gewinnen Sie an Überzeugungskraft.

Verstehen Sie insgesamt Ihr Motivationsschreiben als die Chance einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen und dabei dem Recruiter auf Unternehmensseite einen knappen Überblick über Ihre Eignung zu geben. Fassen Sie sich dabei kurz! Je übersichtlicher und klarer, desto besser. Und zuletzt haben Sie weniger Aufwand, wenn Sie mit dem Bausteinprinzip Ihr Anschreiben auf die jeweilige Rolle individuell zuschneiden.

Kontakt

Constantin Pelka
Kelly Scientific Resources München
E-Mail: constantin.pelka@kellyservices.de